Psychosomatische Gynäkologie

 

Zu meinem Spezialgebiet gehört die Psychosomatische Gynäkologie und Geburtshilfe. Dazu zählen Sexualstörungen, Störungen des Menstruationszykluses, rezidivierende Harnblasen- oder vaginale Infekte sowie urogenitale Beschwerden (Ausfluss, Stechen, Brennen, Unterbauchschmerzen).

Weitere Indikationen sind Erkrankungen in der Schwangerschaft wie erhöhter Blutdruck, vorzeitige Wehentätigkeit, übermäßige Übelkeit und Anpassungsreaktionen nach traumatischen Erfahrungen wie (wiederholte) Fehl- oder Totgeburt. Die meisten Erkrankungen in der Schwangerschaft haben starke biologische Ursachen, dennoch können Lebensstilveränderungen den Schwangerschaftsverlauf positiv beeinflussen (z.B. blutdrucksenkende Wirkung, Reduktion der Übelkeit oder Wehentätigkeit)

Psychotherapeutische Hilfe kann bei einer Krebserkrankung oder anderen unliebsamen Befunden durch die Erarbeitung von Copingstrategien (Bewältigungsstrategien) die Lebensqualität verbessern und reaktive Depressionen verhindern.

Sexualität

Gründe für sexuelle Störungen können gynäkologische Erkrankungen und Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems, Diabetes mellitus oder eine Folge von Medikamenten-Einnahme oder hormoneller Dysregulation sein.

Gleichzeitig kann durch negative Erfahrungen die Sexualität unangenehm erlebt werden (z.B. Dyspareunie- Schmerzen beim Geschlechtsverkehr). Durch wiederholte aversive Erfahrungen kann sich ein Schmerzgedächtnis aufbauen, welches auch nach Beseitigung des schmerzauslösenden Stimulus (z.B. Infektion) bestehen bleibt. Der Beckenboden ist durch die Angst angespannt. Vaginistische Reaktionen (Scheidenkrampf) können eine Kohabitation oder selbst Berührungen unmöglich machen.

Menstruationszyklus

Die zyklischen Veränderungen nennt man Follikelreifungsphase und Lutealphase, die durch die Hormone der Hypothalamus-Hypophysen-Gonaden Achse gelenkt werden und miteinander in Verbindung stehen.

Dieses Zusammenspiel kann durch äußere (exogene) oder innere (endogene) Ursachen gestört werden.  Prolaktin, Schilddrüsenhormone, Cortisol, exzessiver Sport oder Gewichtsabnahme können zu Oligomenorrho (zu seltene Blutungen) oder Amenorrhoe (Ausbleiben der Menstruation) führen. Eine ausreichende Östrogen/Gestagenversorgung des Körpers ist wichtig. Sowohl Gehirn, als auch das Herz-Kreislaufsystem und die Knochen benötigen die Sexualhormone.  Athlete triad (Nahrungskarenz, Knochendichteverlust und verminderte/ausbleibende Menstruation) kann fatale Folgen für den gesamten Kreislauf und die Fruchtbarkeit haben.

Weitere Indikationen für eine (Kurzzeit) Psychotherapie oder psychotherapeutische Beratung sind Entscheidungen im Zusammenhang mit Pränataldiagnostik, unerfülltem Kinderwunsch oder ungewollter Schwangerschaft.

 

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Presse

Ungewollte Geburt als lebenslanges Handicap: Moderne Notfallkontrazeption eröffnet zweite Chance [60 KB]